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Finanzielle Hilfen

Ein ungewolltes Kind bedeutet eine neue Herausforderung, wenn die Finanzen ohnehin knapp sind. Jedoch gibt es für wirkliche Notlagen mehrere Förderprogramme vom Staat, von Stiftungen und privaten Initiativen.

Diese Seite gibt einen kurzen Einblick in häufig genutzte Hilfen (alle Angaben ohne Gewähr). Sie kann eine individuelle Beratung sicher nicht ersetzen. Im Anschluß finden Sie noch kurze grundsätzliche Erläuterungen zu Mutterschutz und Hilfen.

Übersicht „Staatliche Hilfen für Familien“ des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ): Webseite · PDF-Datei

Bitte beachten Sie: Die Informationen auf dieser Seite wurden zuletzt im Sommer 2005 aktualisiert und sind daher teilweise nicht mehr aktuell. Die Überarbeitung ist geplant.

Bundesstiftung „Mutter und Kind – Schutz des ungeborenen Lebens“

Erziehungsgeld

Ehrenpatenschaft für Mehrlinge

Kindergeld

Mutterschaftsgeld

Sozialhilfe

Stiftung Ja zum Kind

Unterhaltsvorschuß

Wohngeld

Weitere Stiftungen

Einige Bundesländer und evangelische Landeskirchen haben eigene Stiftungen für Schwangere und Mütter, die für die jeweilige Region tätig sind, z. B.:

Berufstätige Frauen, die schwanger werden, befinden sich im sogenannten Mutterschutz. Das bedeutet, daß für sie besondere arbeitsrechtliche Gesetze zum Schutz des ungeborenen Kindes und der Mutter gelten. Aufklärung hierüber bieten unter anderem die Berufsgenossenschaften.

Angestellte im Mutterschutz sind unkündbar und dürfen ab sechs Wochen vor dem Geburtstermin nicht mehr beschäftigt werden, außer sie erklären sich ausdrücklich dazu bereit. Nach der Entbindung ist die Mutter acht bzw. zwölf Wochen bei Früh- und Mehrlingsgeburt freigestellt. Während der Schutzfristen erhält die Mutter Gehalts- und Lohnfortzahlung.

Nach dieser Zeit muss der Arbeitgeber die Frau wieder weiterbeschäftigen. Beschließt man, einen zweijährigen Mutterschaftsurlaub zu nehmen, ruht das Anstellungsverhältnis. Finanziell wird die Mutter in dieser Zeit teilweise von der Krankenkasse und dem Arbeitsamt unterstützt, hinzu kommt das monatliche Erziehungsgeld.

Eine schwangere Frau, die alleinstehend und ohne eigenes Einkommen ist, erfährt durch das Bundessozialhilfegesetz (BSHG) über das Sozialamt besonderen Schutz. Die Mutter bekommt für Lebensmittel und Hygieneartikel einen monatlichen Regelsatz ausbezahlt, ebenso werden einige monatliche Fixkosten für die Unterkunft (Kaltmiete plus Heizkosten, Müll- und Abwassergebühren, sowie Wassergeld) bezahlt. Darüber hinaus gewährt das Sozialamt einmalige Beihilfen wie zum Beispiel Schwangerschaftsbekleidung, Medikamenten- und Krankenhaustagegeld-Zuzahlungen.

Etwa vier Wochen vor der Geburt bekommt sie eine sogenannte Erstlingsausstattung, also Artikel wie Kinderbett, Kinderwagen, Babykleidung, und sogar Dinge, die sie für den Krankenhausaufenthalt benötigt, z. B. Nachtwäsche, Stillbüstenhalter, Bademantel.

Nach der Geburt des Kindes erhält die Mutter vom Sozialamt einen Bedarfsregelsatz für Ernährung und Pflege. Diese Zahlungen sind von unbegrenzter Dauer. Kleidergeld für Mutter und Kind werden halbjährlich und für das Baby oder Kleinkind nach Bedarf auch öfter gezahlt. Wenn das Kind geboren ist, hat die Mutter bei Bedarf Anspruch auf 45 qm Wohnfläche (sonst 30 qm). Die Umzugskosten werden ebenfalls durch das Sozialamt getragen.

Neben der Sozialhilfe erhält die Mutter zwei Jahre lang Erziehungsgeld, das nicht auf die Sozialhilfe angerechnet wird. Das Kindergeld, das die Mutter vom Arbeitsamt erhält, wird jedoch von der Sozialhilfe abgezogen.

Während der Schwangerschaft und nach der Geburt kann sich die Mutter auch an Beratungsstellen, caritative Einrichtungen und private Initiativen wenden (bspw. Caritas, Diakonie, Kinderschutzbund, Sozialdienst katholischer Frauen). Neben Beratung durch gut geschulte Mitarbeiter gibt es dort häufig auch Kleiderkammern, Adressen von Kinderbedarfs-Flohmärkten und bei Notlagen einmalige Unterstützungszahlungen.


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