Was ist der Unterschied zwischen obligatorischer und zusätzlicher Krankenversicherung

Die Krankenversicherung ist ein Maß für den sozialen Schutz der Bürger, das darauf abzielt, die Gesundheit der Bevölkerung durch medizinische Dienstleistungen und die Verhütung von Krankheiten zu schützen.

Obligatorische Krankenversicherung

Im Jahr 1911 wurde im Vereinigten Königreich das weltweit erste Gesetz über die obligatorische Krankenversicherung verabschiedet. Heutzutage ist die medizinische Grundversicherung in vielen fortgeschrittenen Ländern der Welt obligatorisch.
Es gibt zwei Arten von Krankenversicherungen: obligatorische und zusätzliche.
Die meisten Schweizer besitzen eine obligatorische Krankenversicherungspolice.
Die Versicherungsgebühr muss jeder Bürger persönlich an die Krankenkasse zahlen, die er selbst wählt. Im Gegensatz zu den meisten anderen Ländern hängt die Höhe der Versicherungsprämie nicht von ihrem Einkommen ab und wird vom Arbeitgeber nicht sogar teilweise bezahlt, sondern hängt von der gewählten Versicherungsart, dem Versicherer, Alter und Geschlecht sowie dem Wohnort ab (in den Städten sind die Versicherungskosten höher, weil in großen Städten die Menschen häufiger krank werden und die Dienste von Ärzten viel teurer sind als in ländlichen Gebieten). Ein signifikanter Unterschied in der Höhe der Versicherungsprämien besteht nur für jene Bürger, die zu den einkommensschwachen Schichten der Bevölkerung gehören – die Kantone oder der Bund zahlen für diese Versicherungen selbst.
bei einem krankenkassenvergleich
Die medizinischen Leistungen sind für jede Krankenkasse gleich da sie gesetzlich vorgeschrieben sind. Obligatorische Krankenversicherung deckt die meisten Kosten für die wichtigsten Arten von nicht nur ambulante, sondern auch stationäre Behandlung. Auf Empfehlung des Arztes können zusätzliche Behandlungsformen (zum Beispiel Physiotherapie) sowie Beratungen, zum Beispiel Ernährungsberater oder Sprachtherapeuten, durch die Versicherung bezahlt werden. Obligatorische Krankenversicherung deckt auch alle Kosten ab, die mit dem Kauf von Arzneimitteln verbunden sind, wenn sie von einem Arzt verordnet wurden und in der «Liste der Medikamente» enthalten sind, die von der Versicherungsorganisationen genehmigt wurde (heute sind es etwa 2.300 Artikel).
Nicht die angenehmste Eigenschaft des Schweizer Gesundheitswesens ist, dass Rettungsdienste nicht im Grundversicherungspaket enthalten sind und sehr teuer sind. Bei Unfällen in Form eines gebrochenen Beines oder eines unerwarteten Erbrechens kommt der Patient deshalb lieber selbst ins Krankenhaus.
Es gibt etwa 130 Versicherer (private und öffentliche Krankenhausfonds), die in der Schweiz obligatorische Krankenversicherungsleistungen erbringen. Bei einem Krankenkassenvergleich kann man die beste Option finden.

Freiwillige Krankenversicherung

Die freiwillige Krankenversicherung bietet oft zusätzlichen Komfort (zum Beispiel ein separates Krankenzimmer) und zusätzliche Dienstleistungen und Untersuchungen. So ergänzt die freiwillige Versicherung die Grundversicherung mit Dienstleistungen wie Massagen, Fitness und Zahnarztbesuchen.
Wenn man sich die Schweizer Versicherung als eine Pyramide vorstellt, dann ist ihre Basis die Grundversicherung, jede neue Serie umfasst die verschiedensten Dienstleistungen, und der höchste Punkt ist die private Versicherung, in der der Patient selbst einen Arzt im Land und vor allem die beste Klinik wählt, wo Professoren und beste Spezialisten arbeiten.
In der freiwilligen Krankenversicherung werden die Versicherungsbedingungen, das Programm und die Tarife von den Versicherungsorganisationen festgelegt. Im Gegensatz zur obligatorischen Krankenversicherung sind in der freiwilligen Krankenversicherung das Versicherungsprogramm und der Leistungsumfang immer individuell. Daher wird es schwierig sein, die Angebote von Versicherungsunternehmen auf Webportalen zu vergleichen. Sie müssen diese Organisationen selbst besuchen und individuelle Angebote speziell für Sie und Ihre Familie erhalten.